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Video* Selbstbestimmung und Kreativität durch bedingungsloses Grundeinkommen

Selbstbestimmung und Kreativität

durch bedingungsloses Grundeinkommen

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Michael Vogt im Gespräch mit Ralph Boes, Gründungs- und Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative Bedingungsloses Grundeinkommen e.V.

Das Geld, welches heute schon im Sozial- und Steuersystem kursiert, kann so ausgegeben werden, daß jeder aus Steuern ein die Lebensgrundbedürfnisse deckendes Grundeinkommen erhält, bedingungslos, d.h. unabhängig davon, ob er arbeitet oder nicht, ob er arm ist oder reich. In einer Zeit, in der erwerbbringende Arbeit nicht mehr staatlich zu gewährleisten ist und immer mehr Menschen, statt aus Lohnabhängigkeit befreit, in unwürdige soziale und wirtschaftliche Abhängigkeiten getrieben werden (Hartz IV, Niedriglohn, Kombilohn), hätte so jeder ein Einkommen, selbst wenn er durch die Automatisierung und Rationalisierung in Produktion und Verwaltung aus der Arbeit entlassen wird.

Da jeder das Geld erhalten soll, ist klar, daß es sich beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um eine neue "Sozialleistung" handelt. Bedingungsloses Grundeinkommen ist weder "Hartz-IV-light" noch "Hartz-IV-total". Es handelt sich um einen neuen Gesellschaftsvertrag, der alle gesellschaftlichen Glieder umfaßt und allen gesellschaftlichen Gliedern Vorteile bringt.

Das ältere Recht auf Arbeit wird durch ein allgemeines, arbeitsunabhängiges Recht auf Existenz ersetzt. Nach Einführung eines bedingungslos an Alle ausgegebenen Grundeinkommens geht es beim Arbeiten nicht mehr um die Sicherung der Existenz (diese ist dann durch das Grundeinkommen schon gesichert), sondern - wesentlich bedeutsamer: um den Sinn der Arbeit selbst und damit verbunden: um die Steigerung der Lebensqualität. Arbeitsplätze müssen so eingerichtet werden, daß sie dem Sinnbedürfnis und einer Erhöhung von Lebensgefühl und Lebensqualität der Menschen entsprechen. Die Folge: Hohe Motivation der eingeworbenen freien Mitarbeiter und dadurch Steigerung der Effizienz und Produktivität des Unternehmens.

Und schließlich der demographisch so dringend nötige Impuls: Familien werden unterstützt: Kinder bringen das Geld für ihren Lebensunterhalt durch das Ihnen gewährte Grundeinkommen gewissermaßen mit. Eltern können frei entscheiden, in welchem Umfang und in welcher Rollenverteilung sie dem "Arbeitsmarkt" oder den Kindern zur Verfügung stehen.

BUCHEMPFEHLUNG

Er ist einer der erfolgreichsten Unternehmer der Gegenwart und zugleich ein provozierender Kritiker des Systems: Götz W. Werner, Gründer der florierenden Drogeriemarktkette »dm« und bekennender Anthroposoph, verblüfft mit revolutionären Ideen, die nur scheinbar im Widerspruch zum eigenen Erfolg stehen: »Die Würde und die Freiheit des Menschen beinhalten das Recht, nein sagen zu können. Diese Freiheit hat nur der, dessen Existenzminimum gesichert ist. Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ruht damit auf der zentralen Grundlage unserer Verfassung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Einkommen ist ein Bürgerrecht.«

Das Versprechen, den Bürgern zu einer menschenwürdigen Sicherung ihrer Existenz zu verhelfen, hat die Politik längst gebrochen. Götz W. Werner scheut sich nicht, Hartz IV als »offenen Strafvollzug« zu bezeichnen. Die Zukunft des Sozialstaats liege in einem Grundeinkommen, das jedem Bürger ohne irgendwelche Voraussetzungen oder Bedingungen zusteht, das seine Existenz sichert und sein Arbeitseinkommen teilweise ersetzt. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens wird zur Zeit kontrovers diskutiert.

Mit diesem Buch können Sie sich eine eigene Meinung dazu bilden.

gebunden, 222 Seiten, 2007

 

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein bahnbrechendes Konzept, das die Menschen von ihrer wirtschaftlichen Existenzangst befreit. Es schafft Sicherheit und Freiraum für Kreativität und Eigeninitiative, gibt der Arbeit ihren Sinn und den Menschen ihre Würde zurück. Kurz: Das Grundeinkommen ist einfach, gerecht – und finanzierbar!

Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette dm, und Adrienne Goehler zeigen, wie es in die Praxis umgesetzt werden kann und wie die Gesellschaft davon profitiert. Ein flammendes Plädoyer für eine bessere Welt.

Paperback, 266 Seiten


 

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